Latex Lifestyle
Valerie Tramell und ich zusammen in voller Latex
Nach meiner Rückkehr von der Fetish Evolution Fair organisierte ich ein Shooting mit Valerie Tramell – eines, das mit einer Mischung aus Vorfreude und Nervosität verbunden war. Ich hatte ihre Arbeit schon lange bewundert, aber in einem gemeinsamen Set zu arbeiten brachte eine Unsicherheit mit sich, die ich lange nicht mehr gefühlt hatte. Ich trug denselben schokoladenbraunen Latex-Catsuit und das 46cm Korsett, das ich mich in Essen zu tragen getraut hatte – eine Kombination, die noch immer die physische Erinnerung des Wochenendes in sich trug. Valerie stand selbstbewusst neben mir in strahlendem metallischem Blau, ihre Körperhaltung gefestigt und präzise. Der Kontrast in Farbe und Präsenz zwischen uns prägte den Ton des Shootings.
Visuell konzentrierten wir uns auf Form und Kontrolle – wir posierten in gespiegelten Haltungen und in einer klaren architektonischen Umgebung. Ihr Selbstbewusstsein half mir, mich einzuleben, auch wenn ich meine Selbstreflexion nie ganz ablegen konnte. Raymond arbeitete mit seinem gewohnten ruhigen Rhythmus um uns herum, brachte Symmetrie, Spannung und Verbindung mit minimalen Anweisungen zum Ausdruck. Jeder Frame wurde zu einem Spiel zwischen Struktur und Weichheit, Präsenz und Zurückhaltung.
Als ich zur Fetish Evolution Fair ging, hatte das Outfit bereits einen anspruchsvollen Ton vorgegeben: schokoladenbrauner Latex von Nacken bis Fuß, ein bestrafend enges 46cm Korsett und Ballet Heels, die mich acht Stunden lang auf den Zehenspitzen hielten. Gehen war nicht das Schwierige – still stehen war es. Aber ich wollte, dass die Menschen sehen, dass ich das konnte, dass ich mich mit Absicht und Kontrolle bewegen konnte. Dennoch war die Aufmerksamkeit, die ich erhielt, überwältigend. Einmal zu Hause angekommen, traf mich die Emotion mit voller Wucht, und ich weinte – erschöpft, stolz und vielleicht ein wenig wund davon, so sichtbar gesehen worden zu sein.
Auch mit diesem frischen Gewicht im Gepäck kehrte ich zum selben Outfit für dieses Shooting zurück. Es gab etwas Erdiges darin, sich der Kamera wieder zu stellen, nun in einer neuen Umgebung. Die Nervosität um die Zusammenarbeit mit Valerie verflüchtigte sich nie ganz, aber sie gab dem Shooting eine Schärfe, eine Authentizität, die ich nicht erwartet hatte. Was dabei herauskam, war nicht vom Leichtsinn geprägt – es war davon, vollständig zu erscheinen, Spannung und alles.



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